Vorsorgepanel

Genetische Risikofaktoren verstehen

Gesundheitsvorsorge planen

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Genetische Krankheiten frühzeitig erkennen

Jeder Mensch ist einzigartig und unterscheidet sich in genetischer Hinsicht von seinen Mitmenschen. Dies zeigt sich am Aussehen, speziellen Begabungen und der Persönlichkeit, aber auch an der genetischen Veranlagung für verschiedene Erkrankungen, wie Tumorerkrankungen oder Herz- und Gefäßerkrankungen. Wer seine genetischen Risikofaktoren kennt, kann in vielen ällen aktiv dazu beitragen, den Ausbruch einer Krankheit zu verhindern bzw. zu verzögern oder den Verlauf abzumildern.

Eine genetische Veranlagung für eine Erkrankung muss kein unabwendbares Schicksal bedeuten. Zum einen können Umweltfaktoren wie Lebensstil, Ernährung und Bewegung einen Einfluss darauf haben, ob eine genetisch bedingte Erkrankung ausbricht. Zum anderen besteht die Möglichkeit, an intensiven Früherkennungsprogrammen teilzunehmen und daraufhin rechtzeitig mit einer geeigneten Behandlung zu beginnen. Mit dem CeGaT-Vorsorgepanel werden die wichtigsten genetischen Risikofaktoren für die unten genannten Krankheitsbilder untersucht. Das CeGaT-Vorsorgepanel leistet somit einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Gesundheit.

Rote Patienten symbolisieren Patienten mit medizinisch relevanten Varianten (basierend auf den ersten 200 getesteten Patienten)

Früherkennung ist bei Tumorerkrankungen extrem wichtig

Für Tumorerkrankungen gilt: Je früher ein Tumor entdeckt wird, desto höher ist die Überlebenswahrscheinlichkeit. Mit dem CeGaT-Vorsorgepanel wird überprüft, ob Sie ein erhöhtes Risiko für eine Tumorerkrankung haben und deshalb an intensiven Früherkennungsprogrammen teilnehmen sollten.

Daten entnommen aus: SEER | 2016

Pharmakogenetik – Medikamente auswählen und dosieren

Nicht jeder Mensch verarbeitet Medikamente auf die gleiche Art und Weise. Wovon der eine profitiert, bleibt beim anderen unwirksam oder kann sogar schaden.

Mit dem CeGaT-Vorsorgepanel wird überprüft, ob es Wirkstoffe (Medikamente) gibt, die bei Ihnen besonders schnell oder besonders langsam abgebaut werden.

Basierend auf diesen Informationen kann der Arzt für Sie das beste Medikament auswählen und in der richtigen Dosierung verabreichen. Dies gilt auch für zukünftige Therapien.

Module

01 | Tumorerkrankungen (35 Gene)

APC, ATM, BAP1, BMPR1A, BRCA1, BRCA2, CDH1, CDKN2A, CHEK2, EPCAM, MEN1, MLH1, MSH2, MSH6, MUTYH, NBN, NF2, PALB2, PMS2, POLD1, POLE, PTEN, RAD51C, RAD51D, RET, SDHAF2, SDHB, SDHC, SDHD, SMAD4, STK11, TP53, TSC1, TSC2, VHL

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Für die Entstehung von Krebs spielen krankheitsverursachende Veränderungen im Erbgut einzelner Zellen eine entscheidende Rolle. Als Auslöser für diese Veränderungen werden in vielen Fällen äußere Faktoren (z.B. Strahlenbelastung, Rauchen) in Betracht gezogen. Ein Teil der auftretenden Tumorerkrankungen entsteht jedoch durch angeborene, meist vererbte Veränderungen im Erbgut. Mit dem Vorsorgepanel werden im Modul „Tumorerkrankungen“ 35 Gene analysiert, die mit einem erblich erhöhten Tumorrisiko assoziiert sind. So werden beispielsweise Gene untersucht, die für Tumore des Verdauungstrakts (verschiedene Formen von Darmkrebs, Magenkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs), für Brustkrebs, Eierstockkrebs, bestimmte Hautkrebsformen, Tumore der Schilddrüse sowie bei endokrinen Tumoren besonders relevant sind. Wird durch das Vorsorgepanel ein erhöhtes Risiko für eine spezifische Krebserkrankung erkannt, empfiehlt es sich, an entsprechenden Früherkennungsmaßnahmen teilzunehmen. Im Erkrankungsfall kann so rechtzeitig mit einer Behandlung begonnen werden.

02 | Herz- und Gefäßerkrankungen (69 Gene)

ABCC9, ACTA2, ACTC1, ACTN2, ACVRL1, AKAP9, ANK2, BAG3, CACNA1C, CALM1, CALM2, CASQ2, COL3A1, CSRP3, DES, DMD, DSC2, DSG2, DSP, ENG, FBN1, FHL1, FLNC, GJA5, GLA, HCN4, JUP, KCNA5, KCND3, KCNE1, KCNE2, KCNH2, KCNJ2, KCNQ1, LAMP2, LDB3, LMNA, MYBPC3, MYH11, MYH6, MYH7, MYL2, MYL3, MYPN, NKX2-5, PKP2, PLN, PRKAG2, RBM20, RYR2, SCN10A, SCN1B, SCN5A, SLC2A10, SMAD3, SMAD4, TAZ, TGFB2, TGFB3, TGFBR1, TGFBR2, TMEM43, TNNC1, TNNI3, TNNT2, TPM1, TTN, TTR, VCL

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Herz-Kreislauferkrankungen sind in Deutschland mit einem Anteil von knapp 40 % die häufigste Todesursache. Zwar steigt die Häufigkeit der Herz-Kreislauferkrankungen generell mit dem Lebensalter an, allerdings können auch bestimmte genetische Faktoren das Risiko einer Erkrankung erhöhen. Krankheitsverursachende (pathogene) genetische Veränderungen können mechanische Funktionsstörungen des Herzmuskels (z.B. Kardiomyopathien) verursachen. Ebenso können sie zur Beeinträchtigung der sich im Herzen befindenden Ionenkanäle führen. Ionenkanäle sind für die elektrische Reizleitung verantwortlich und können durch Fehlfunktion zu Herzrhythmusstörungen führen. Pathogene Veränderungen in weiteren auf dem Vorsorgepanel enthaltenen Genen können eine Störung im Aufbau von Gefäßen verursachen. Dies kann zu einer krankhaften Erweiterung, einer Aufspaltung der Gefäßwandschichten oder sogar zur Ruptur von Gefäßen führen. Somit wird durch diese genetischen Veränderungen das Risiko für einen plötzlichen Herztod erhöht. Mit dem CeGaT-Vorsorgepanel werden im Modul „Herzund Gefäßerkrankungen“ 69 Gene untersucht, die an der Funktion des Herzmuskels und der Gefäße beteiligt sind. Pathogene Veränderungen in diesen Genen können dem behandelnden Arzt einen Hinweis darauf geben, ob eine engmaschigere Überwachung notwendig ist oder gegebenenfalls eine Anpassung des Lebensstils oder eine Therapie erfolgen sollte.

03 | Thrombosen und Gerinnungsstörungen (15 Gene)

F11, F2, F5, F7, F8, F9, HRG, PROC, PROS1, SERPINC1, SERPIND1, SERPINE1, SERPINF2, THBD, VWF

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Genetische Faktoren können zu einer gestörten Blutgerinnung führen. Dies kann zur Folge haben, dass innerhalb eines Gefäßes Thrombosen (Blutgerinnsel) entstehen und diese zu einem Gefäßverschluss führen. Thrombosen können beispielsweise einen Schlaganfall zur Folge haben. Bei erblichen Formen der Erkrankung ist daher das Risiko für Beinvenenthrombosen, Schlaganfälle, Lungenembolien und Fehlgeburten deutlich erhöht. Eine andere Ausprägung einer gestörten Gerinnung ist eine Hämophilie (Blutungsneigung). Aufgrund eines Gendefekts fehlt den Betroffenen eine Substanz, die das Blut gerinnen lässt. Dies hat zur Folge, dass die Blutstillung zu lange dauert oder gar nicht funktioniert. Bereits kleinere Verletzungen oder Eingriffe können zu ausgedehnten Blutungen in Geweben und Gelenken sowie zu relevanten Blutverlusten führen. Das Vorsorgepanel der CeGaT bietet im Modul „Thrombosen und Gerinnungsstörungen“ eine Mutationsanalyse von 15 Genen an, die mit erblichen Gerinnungsstörungen assoziiert sind. Werden bestimmte genetische Risikofaktoren frühzeitig nachgewiesen, kann der behandelnde Arzt entsprechende Vorsorge- und Vorsichtsmaßnahmen veranlassen.

04 | Eisen- und Kupferspeicherkrankheiten (6 Gene)

ATP7B, HAMP, HFE, HFE2, SLC40A1, TFR2

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Bei diesen beiden erblichen Erkrankungen lagern sich die mit der Nahrung aufgenommenen Spuren elemente Eisen oder Kupfer im Körper ab. Normalerweise wird der Eisen- und Kupfer haus halt durch die Leber gesteuert. Bei einer Eisen- oder Kupferspeicherkrankheit ist diese Regulationsfunktion der Leber jedoch defekt, so dass über den Darm stetig Eisen oder Kupfer vom Körper aufgenommen und nicht normal ausgeschieden wird. Das überschüssige Eisen oder Kupfer sammelt sich in verschiedenen Organen und Geweben an und kann diverse Schädigungen und damit verbundene Beschwerden hervorrufen. Die genetische Mutationsanalyse kann auch schon vor dem Auftreten erster Symptome eine eindeutige Aussage über das Erkrankungsrisiko liefern. Im Modul „Eisen- und Kupferspeicherkrankheiten“ werden insgesamt sechs Gene untersucht, die an der Funktion des Eisen- oder Kupferstoffwechsels beteiligt sind. Werden entsprechende krankheitsverursachende Ver änderungen nachgewiesen, können Betroffene rechtzeitig mit einer adäquaten Therapie behandelt und mögliche Schäden verhindert werden.

05 | Hypercholesterinämien (5 Gene)

APOA2, APOB, LDLR, LDLRAP1, PCSK9

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Eine familiäre Hypercholesterinämie ist eine erblich bedingte Störung des Fettstoffwechsels. In 85 bis 90 % der Fälle ist dies auf eine Mutation im Gen des LDL*-Rezeptors (Andockstelle für LDL auf Zelloberfl ächen) zurückzuführen. Hierbei kann das Blutfett LDL-Cholesterin bis auf das 2 bis 10-Fache des Normalwerts an steigen. Aufgrund der erhöhten LDL-Choles terinwerte im Blut steigt das Risiko von Ablagerungen in Blutgefäßen („Gefäßverkalkung“) und somit auch das Herzinfarktrisiko. Für die deutsche Bevölkerung wird angenommen, dass diese Störung mit einer Häufi gkeit von 1:500 vorkommt, aber nur in 15 % der Fälle diagnostiziert wird. Die Diagnose wird häufi g erst nach einem Herzinfarkt bei sehr jungen Patienten, bei einer familiären Häufung von Herzinfarkten oder beim Auftreten von Xanthomen (knotige Fettablagerungen in der Haut) zusätzlich zu einem stark erhöhten LDL-Cholesterin-Wert im Blut gestellt. Mit dem Vorsorgepanel der CeGaT werden im Modul „Hypercholesterinämien“ fünf krankheits relevante Gene unter sucht, darunter das Gen für den LDL-Rezeptor und für Pro teine, die die Funktion des Rezeptors beeinfl ussen. Eine frühzeitige Diagnose der Erkrankung ermöglicht eine rechtzeitige Therapie zur Senkung des LDLCholesterinspiegels und eine Anpassung des Lebensstils, so dass das Risiko für Gefäßablagerungen und Herzinfarkte auf das Niveau der ormalbevölkerung gesenkt werden kann. Eine Form der Therapie zur Senkung der Blutfettwerte ist die Gabe von Statinen. In diesem Zusammenhang bietet die CeGaT ergänzend im Vorsorgepanel „Pharmakogenetik“ die Möglichkeit, genetische Varianten zu testen, die die Umsetzung von Statinen (Therapie zur Senkung der Blutfettwerte) im Körper beeinfl ussen. Mit diesem Wissen kann der behandelnde Arzt die Dosis des Arzneimittels individuell anpassen.

06 | Glaukom (2 Gene)

MYOC, OPTN

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Glaukom (Grüner Star) ist weltweit eine der häufigsten Erblindungsursachen. Glaukome treten häufig altersbedingt und ohne genau definierten Grund auf. Durch die Degeneration von Zellen der Netzhaut kommt es im Verlauf der Krankheit zu irreversiblen Gesichtsfeldausfällen. Einige Risikofaktoren sind beispielsweise ein erhöhter Augeninnendruck, die ethnische Herkunft, Diabetes, chronische Augenentzündungen oder Herz-Kreis lauferkrankungen Bei etwa 5 % der Glau kom erkrankungen handelt es sich jedoch um vererbte genetische Veränderungen, die schon im Alter von 35 Jahren zu einem Auftreten der Krankheit führen können. Im Modul „Glaukom“ werden zwei genetisch bedingte Risikofaktoren untersucht, die für das Auftreten von Glaukomen verantwortlich sind. Wird durch das Vorsorgepanel ein erhöhtes Risiko für Glaukom erkannt, empfi ehlt es sich, an entsprechenden Früherkennungsprogrammen teilzunehmen, um eine recht zeitige Behandlung im Erkrankungsfall zu gewährleisten. Die frühe Erkennung von Glaukomen führt zu einer günstigen Prognose der Erkrankung, da mit entsprechender Therapie die Entwicklung der Krankheit gestoppt bzw. stark verlangsamt werden kann.

07 | Maligne Hyperthermie / Narkoseunverträglichkeit (2 Gene)

CACNA1S, RYR1

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Bei der malignen Hyperthermie handelt es sich um eine lebensbedrohliche Komplikation bei einer Narkose. Bei Vorliegen entsprechender genetischer Risikofaktoren führt die Verabreichung bestimmter Narkosemittel oder Muskelrelaxantien zu einem Verlust der Kontrolle über den Kalziumstoffwechsel im Muskel, was Verkrampfungen der Muskulatur bis hin zur Muskelstarre auslöst. Dies hat zudem eine starke Erhöhung des Blutdrucks und der Körpertemperatur zur Folge. Wird die Symptomatik nicht sehr schnell behandelt, kann durch Stoffwechsel- und Organversagen letztendlich der Tod eintreten. Die vererbte Erkrankung wird meist erst erkannt, wenn es nach der Verabreichung von Narkosemitteln oder Muskelrelaxantien zu der beschriebenen lebensbedrohlichen Situation kommt. Allerdings schließt auch eine gut überstandene Narkose eine Veranlagung für maligne Hyperthermie nicht aus, da Patienten vor Ausbruch der Erkrankung durchschnittlich drei Narkosen ohne Probleme überstanden haben. Mit dem CeGaT-Vorsorgepanel werden im Modul „Maligne Hyperthermie“ zwei Gene analysiert, die für über 70 % der auftretenden Fälle verantwortlich sind. Eine Diagnose im Vorfeld einer Narkose ermöglicht es dem behandelnden Arzt, bei einem Eingriff ein Narkosemittel zu verwenden, das keine entsprechende Reaktion auslöst.

08 | Pharmakogenetik (17 Gene)

BCHE, CYP1A2, CYP2C19, CYP2C9, CYP2D6, CYP3A4, CYP3A5, CYP4F2, DPYD, HLA-A, HLA-B, HLA-C, MTRNR1, SLCO1B1, TPMT, UGT1A1, VKORC1

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Die Pharmakogenetik befasst sich mit genetischen Veränderungen, die die Wirkung von Arzneimitteln beeinflussen. Genetisch bedingte Veränderungen in Proteinen, die für die Aufnahme, Verteilung, Stoffwechsel und die Ausscheidung von Substanzen zuständig sind, können einen enormen Einfluss auf die Wirksamkeit und Verträglichkeit einer Vielzahl von Arzneimitteln haben. Zu den Arzneistoffen, die in Patienten individuelle Reaktionen hervorrufen, gehören z.B. Antidepressiva, Schmerzmittel, Neuroleptika, Chemotherapeutika, AIDSMedikamente, Thrombosemedikamente, Anästhetika, Betablocker oder Statine. Bei einer geringeren oder fehlenden Aktivität eines spezifischen Enzyms kann es bei einer Standarddosierung zu einem erhöhten Medikamentenspiegel kommen, der wiederum zu unerwünschten Nebenwirkungen führen kann. Andererseits kann bei Medikamenten, die erst durch die Verstoffwechselung im Organismus aktiviert werden, der therapeutische Effekt ausbleiben. Eine stark erhöhte Enzymaktivität kann beispielsweise durch einen schnellen Abbau des Wirkstoffs ebenfalls zu einem unzureichenden Ansprechen auf eine Therapie führen. Mit dem CeGaT-Vorsorgepanel werden im Modul „Pharmakogenetik“ bekannte Varianten in 17 Genen analysiert, die am Stoffwechsel von Arzneimitteln beteiligt sind. Werden bestimmte Genvarianten diagnostiziert, kann der behandelnde Arzt die jeweilige Therapie individuell anpassen. Somit können gravierende Nebenwirkungen sowie auch ein Versagen der Therapie vermieden werden.

Ablauf

Genetische Beratung

Genetische Beratung und Aufklärung durch einen qualifizierten Facharzt. Gemeinsames Ausfüllen des Untersuchungsauftrags und Blutentnahme.

Sequenzierung

CeGaT analysiert (sequenziert) alle Gene des CeGaT-Vorsorgepanels mittels Next-Generation Sequencing.

Datenanalyse

Analyse und Interpretation der Sequenzierdaten durch ein interdisziplinäres Team aus Naturwissenschaftlern und Ärzten der CeGaT.

Befundung

Zusammenfassung der Ergebnisse in einem detaillierten medizinischen Befund. Dieser wird von der CeGaT an den qualifizierten Facharzt gesandt.

Ergebnisse

Besprechung der Ergebnisse mit dem qualifizierten Facharzt.

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