Update der Panels für Blutbildungs- und Immundefekte

CeGaT hat die Diagnostik-Panels für Blutbildungsdefekte (BLD) und für Immundefekte (PID) auf den neuesten Stand der Wissenschaft gebracht und so deren diagnostische Sensitivität erhöht. Im Rahmen der Updates wurden die Zusammensetzung und die Strukturierung der Panels überarbeitet, um die abgedeckten Krankheitsbilder noch stärker voneinander abzugrenzen. Ärztinnen und Ärzten wird so eine optimierte Differenzialdiagnostik für ihre Patientinnen und Patienten ermöglicht.

Update des Panels für Blutbildungsdefekte (BLD)

Im Panel für Blutbildungsdefekte (BLD) wurde das Genset zu Thrombozytopenie (BLD-02) wie folgt aufgeteilt:

  • Defekte der Blutgerinnung mit Blutungsneigung (BLD-03)
  • Defekte der Blutgerinnung mit Thromboseneigung (BLD-04)

Dadurch wurden neue differenzialdiagnostische Optionen geschaffen. Die nun sechs statt fünf Gensets des Panels wurden dementsprechend neu nummeriert.

Update des Panels für Immundefekte (PID)

Im Panel für Immundefekte sind zusätzliche Gensets aufgenommen worden. Die bestehenden Gensets wurden dabei optimiert: Das Panel ist nun unterteilt in Autoinflammationssyndrome bzw. Autoimmunerkrankungen (AID) und Primäre Immundefizienzen (PID). Diese neue Strukturierung hilft, Phänotypen besser einzugrenzen und die geeignetste Diagnostik zu bestimmen.

Autoinflammationssyndrome und Autoimmunerkrankungen (AID)

Die Gensets zu Autoimmunerkrankungen und autoinflammatorischen Erkrankungen decken Erkrankungen ab, bei denen das Immunsystem des Körpers fehlgesteuert ist und Immunantworten gegen körpereigene Stoffe bzw. eine dysregulierte Inflammationsantwort initiiert. Dank neuer Gensets deckt das Panel nun folgende weitere Erkrankungen ab:

  • Defekte der regulatorischen T-Zellen und IPEX-like Phänokopien
  • Inflammation mit Leitsymptomatik im Binde- und Stützgewebe
  • Typ-I-Interferonopathien und Differenzialdiagnosen
  • Immundysregulation im Rahmen von syndromalen Krankheitsbildern

Immundefekte (PID)

Mit den Gensets zu primären Immundefekten werden Immunschwächen untersucht, die zu Infektionsneigungen unterschiedlicher Schwere führen können. Die 16 Gensets des Panels können Erkrankungen nachweisen wie:

  • Primäre Antikörperdefizienzen
  • Schwere kombinierte Immundefizienz (SCID), auch im Rahmen des NG-Screenings
  • Hyper-IgE-Syndrom und Differenzialdiagnosen
  • Adaptive Immundefizienz im Rahmen von Syndromen
  • Infektneigung: Mykrobakterielle Infektionen
  • Infektneigung: Virale Infektionen
  • Generalisierte Verrucosis
  • Defekte in für Immunantworten wichtige Signalwege

Panel-Update in Kooperation mit Partnern aus Praxis und Forschung

Die Panel-Updates wurden gemeinsam mit Kooperationspartnern an den Unikliniken Freiburg, Düsseldorf und dem Helios Klinikum Krefeld entwickelt. Prof. Dr. med. Stefan Ehl hilft uns weiterhin bei der Betreuung von ALPS und allgemeinen AID-Fällen, Prof. Dr. med. Klaus Warnatz bei CVID- und B-Zelldefizienz-Fällen.

Alle CeGaT-Panels werden im Großpanelansatz untersucht. Wir sequenzieren stets alle Gene eines Panels und werten das angeforderte Genset aus. Bei Bedarf können wir die Auswertung schnell auf andere Gensets ausweiten. Damit erhalten Sie Zugriff auf eine flexible und kosteneffiziente Differenzialdiagnostik. Darüber hinaus bieten wir ein Screening aller differenzialdiagnostisch relevanten Gene des Panels auf Varianten der ACMG-Klassen 4 und 5 an. CeGaTs Panel-Diagnostik beinhaltet zudem die kostenlose regelmäßige Neubewertung von Varianten unklarer klinischer Signifikanz (VUS), um die diagnostische Ausbeute weiter zu steigern.

Wir sind überzeugt, dass alle Patientinnen und Patienten die bestmögliche Diagnostik erhalten sollten. Daher untersuchen wir bei unseren Panels standardmäßig Einzelnukleotid-Varianten (single nucleotide variation, SNVs) sowie Kopienzahlvarianten (copy number variants, CNVs) und prüfen auf Mosaizismen. Wir validieren gegebenenfalls pathogene Deletionen oder Duplikationen mittels MLPA oder qPCR, bevor wir den Befund erstellen. Die höchste Qualität ist unser Standard.

Für weitere Informationen zu den Panels stehen wir Ihnen unter sales@cegat.de beratend zur Seite. Die neuen Panels können hier (BLD) und hier (PID) angefordert werden.

Neuer Service: CeGaTs Diagnostik-Panel für Fertilität identifiziert genetische Ursachen von Unfruchtbarkeit

Der genetische Unfruchtbarkeitstest der CeGaT zielt darauf ab, den Grund für unfreiwillige Kinderlosigkeit zu finden. Eine entsprechende Diagnose verschafft den Betroffenen Klarheit. Zudem können die behandelnden Ärztinnen und Ärzte darauf aufbauend die Chancen auf Nachwuchs verbessern.

Wer seit langem vergeblich versucht, eine Familie zu gründen, erlebt einen enormen psychischen Druck, emotionales Leiden und finanzielle Belastung. Für die Lebensqualität ist es daher entscheidend, dass die Ursache so früh wie möglich erkannt wird.

Schätzungen zufolge sind bis zu 10 Prozent unfreiwilliger Kinderlosigkeit genetisch bedingt, wie etwa durch erbliche Hormonstörungen. CeGaT bietet jetzt eines der umfassendsten genetischen Diagnostik-Panels für weibliche und männliche Unfruchtbarkeit an. Mit 141 Genen umfasst es alle nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft bekannten relevanten Gene. Sie sind in elf Gen-Sets unterteilt, um die häufigsten Krankheitsbilder abzudecken, die zu genetisch bedingter Unfruchtbarkeit oder wiederholtem Schwangerschaftsverlust führen:

  • Primäre Ovarialinsuffizienz (FER01)
  • Vorzeitige Ovarialinsuffizienz (FER02)
  • Ovarialdysgenesie (FER03)
  • Habituelle Abortneigung, Embryonenverlust und Trombophilie (FER04)
  • Angeborene Schilddrüsenfunktionsstörungen (FER05)
  • Azoospermie (FER06)
  • Oligozoospermie (FER07)
  • Oligo-Astheno-Teratozoospermie (FER08)
  • Irregulär geformte Spermien und Flagellumanomalien (FER09)
  • Hypogonadotroper Hypogonadismus mit oder ohne Anosmie (FER10)
  • Hypophyseninsuffizienz (FER11)

Wenn die behandelnden Ärztinnen und Ärzte die genetische Ursache kennen, können sie das optimale Verfahren bestimmen, mit dem der Wunsch nach einem Kind hoffentlich erfüllt werden kann. Dazu gehören individuell abgestimmte Hormontherapien oder künstliche Befruchtungsverfahren. Aussichtslose Ansätze können im Vornherein ausgeschlossen werden.

Das Fertilitäts-Panel der CeGaT ist auch für Familien relevant, in denen genetische Unfruchtbarkeit diagnostiziert wurde. Familienmitglieder mit Kinderwunsch können ihre eigene genetische Veranlagung testen lassen, bevor sie versuchen, eine Familie zu gründen. Weitere Informationen zum Panel für Fertilität finden Sie hier.

Standardmäßig führen wir für jedes angeforderte Panel eine Kopienzahlanalyse durch – ohne zusätzliche Kosten. Wir validieren gegebenenfalls pathogene Deletionen oder Duplikationen mittels MLPA oder qPCR, bevor wir den Befund erstellen. Die höchstmögliche Qualität ist unser Standard in der Diagnostik.

 

 

Update des Molekularpathologie-Panels für die Krebsdiagnostik

Die CeGaT GmbH hat ihr molekularpathologisches Panel erweitert und kann so zusätzliche therapierelevante Genmutationen in Tumoren nachweisen. Mit dem Diagnostikpanel werden die häufigsten Tumorentitäten schnell und kosteneffizient untersucht.

Ausgehend vom neusten Stand der Wissenschaft und eigenen Erkenntnissen aus der Krebsdiagnostik wurde das Molekularpathologie-Panel deutlich überarbeitet: 17 zusätzliche Gene und neu gebildete Gensets erweitern die Einsatzmöglichkeiten des Panels, mit dem therapierelevante Gene und deren Veränderungen in den gängigsten Krebserkrankungen gezielt analysiert werden. Diese Gene sind hoch relevant für ein umfassendes Verständnis und für eine klare Beschreibung des Krankheitsbildes. Für die ausgewählten Gene und Tumorentitäten gibt es spezifische Therapieoptionen, sodass eine geeignete Behandlung empfohlen werden kann.

Seit dem Update deckt CeGaT mit neuen Gensets drei weitere Tumorerkrankungen ab. Dabei handelt es sich um

  • medulläre Schilddrüsenkarzinome (PAT07)
  • myelodysplastische Syndrome (PAT08)
  • cholangiozelluläre Karzinome (PAT09)

Das Genset für Brust-, Eierstock- und Pankreaskarzinome (PAT06) wurde für eine präzisere Diagnose aufgeteilt: Pankreaskarzinome werden nun durch ein separates Gen-Set (PAT10) untersucht.

Aufgrund der hohen Therapierelevanz, die PARP-Inhibitoren bei BRCA-mutierten Brust- und Ovarialkarzinomen einnehmen, wird zudem ein separater BRCA1/2 Test (PAT11) angeboten. Die BRCA1/2-Untersuchung kann von Ärzten auch im Rahmen einer prädiktiven genetischen Diagnostik angefordert werden.

Als weitere Änderung wurden die Gensets zu Melanomen (PAT01), Kolonkarzinomen und Magenkarzinomen (PAT02) und Lungenkarzinomen (PAT03) um weitere Gene ergänzt. Die neue Version des Panels ermöglicht zudem die Untersuchung der Gene NTRK1, FGFR1, FGFR2, FGFR3, BRAF, ALK, RET und ROS1 auf therapierelevante Translokationen. Aufgrund ihres hohen therapeutischen Stellenwertes werden sie bei den Gensets PAT01 bis PAT10 immer routinemäßig mituntersucht.

Für weitere Informationen zu den Panels stehen wir Ihnen gerne unter sales@cegat.de zur Verfügung. Das neue Panel kann hier angefordert werden.

Panel-Update: Verbesserung der Panels für Epilepsie, Stoffwechselerkrankungen & Hirnentwicklungsstörungen sowie Mitochondriopathien

Die Diagnostik-Panels für die Erkrankungsgruppen Epilepsie, Stoffwechselerkrankungen & Hirnentwicklungsstörungen (EPI) sowie Mitochondriopathien (MIT) wurden gemäß dem neuesten Stand der Wissenschaft aktualisiert.

Im Rahmen der Aktualisierung wurden die Gensets aus dem Bereich der Stoffwechselerkrankungen (MET) in das Panel für Mitochondriopathien (MIT) eingegliedert. Diese neue, vierte Version des Panels für Stoffwechselerkrankungen inkl. Mitochondriopathien umfasst jetzt 539 Gene, verteilt auf 14 Gensets für Stoffwechselerkrankungen und 9 für Mitochondriopathien. Die Neuordnung behandelt Mitochondriopathien als Teil von Stoffwechselerkrankungen. Dadurch wurde eine Gruppierung der Krankheitsbilder geschaffen, die dem behandelnden Arzt neue differenzialdiagnostische Optionen zur Verfügung stellt.

Das EPI-Panel heißt nach der Auslagerung der MET-Gensets nun Panel für Epilepsie & Hirnentwicklungsstörungen und umfasst 7 Gensets für Epilepsien und 11 für Hirnentwicklungsstörungen. Die differenzialdiagnostisch interessanten Krankheitsbilder für die Stoffwechselerkrankungen kongenitale Glykosylierungsstörungen (MET01), lysosomale Erkrankungen (MET02) und Peroxisomenbiogenesedefekte (MET03) sind weiterhin Teil des Panels. Es umfasst nun 699 Gene in 21 Gensets.

Im Zuge der Überarbeitung haben sich zudem für einzelne Gensets der beiden Panels folgende Änderungen ergeben:

  • Das Genset für Epilepsie und Entwicklungsstörung (inkl. epileptische Enzephalopathie) (EPI02) wurde um 18 Gene erweitert.
  • GPI-Anker-Defizienzen / Hyperphosphatasie (EPI12) wurde um 5 Gene ergänzt.
  • Die Anzahl der analysierten Gene für Makrozephalie (BRN04) steigt um 10.
  • Das Genset für das Joubert-Syndrom (BRN07) wird von jetzt an ebenfalls als fester Bestandteil des EPI-Panels sequenziert.
  • Leukodystrophien und Differenzialdiagnosen (BRN10) beinhaltet nun 51 zusätzliche Gene.
  • Es steht ein neues Gensets für die Diagnostik des Kabuki-Syndroms (BRN11) zur Verfügung.

Alle CeGaT-Panels werden im Großpanelansatz untersucht. Wir sequenzieren stets alle 699 (EPI) bzw. 539 (MIT) Gene des Panels und analysieren das bestellte Genset. So können wir die Analyse schnell auf andere Gensets ausweiten. Darüber hinaus bieten wir an, alle Gene des Panels auf ACMG-Varianten der Klassen 4 und 5 zu überprüfen. Zudem führen wir für jedes angeforderte Panel standardmäßig eine Kopienzahlanalyse durch – ohne zusätzliche Kosten. Wir validieren gegebenenfalls pathogene Deletionen oder Duplikationen mittels MLPA oder qPCR, bevor wir den Befund erstellen. Die höchstmögliche Qualität ist unser Standard in der Diagnostik.

Für weitere Informationen zu den Panels stehen wir Ihnen unter sales@cegat.de beratend zur Seite. Die neuen Panels können hier (EPI) und hier (MIT) angefordert werden.

Aktualisierung des Panels für neuromuskuläre Erkrankungen

Deutliche Erhöhung der Sensitivität führt zu nahezu perfekter Abdeckung aller Gene. Zudem sind neue wissenschaftliche Erkenntnisse eingeflossen. Das Panel liegt nun in der Version sieben vor.

Für die neue Version konnte die Sensitivität von > 98,4 % auf > 99,997 % in nicht-homologen Regionen gesteigert werden. Das Panel ist damit nahezu perfekt abgedeckt.

Die Gensets des Panels wurden überarbeitet und auf den neusten wissenschaftlichen Stand gebracht. Insbesondere das Genset für kongenitale myasthene Syndrome und Arthrogrypose (ehemals NMD06) wurde in zwei dezidierte Gensets aufgeteilt:

  • Kongenitale myasthene Syndrome (29 Gene, NMD13) (AGRN, ALG14, ALG2, CHAT, CHRNA1, CHRNB1, CHRND, CHRNE, CHRNG, COL13A1, COLQ, DOK7, DPAGT1, GFPT1, GMPPB, LAMA5, LRP4, MUSK, MYO9A, PLEC, PREPL, RAPSN, SCN4A, SLC18A3, SLC25A1, SLC5A7, SNAP25, SYT2, VAMP1) 
  • Arthrogrypose (33 Gene, NMD14) (ACTA1, ADCY6, ADGRG6, ALG3, BICD2, CHST14, CNTNAP1, DNM2, ECEL1, ERBB3, ERGIC1, FBN2, FKBP10, GLDN, GLE1, LGI4, MYBPC1, MYH3, MYH8, NALCN, NEK9, PIEZO2, PIP5K1C, PLOD2, SYNE1, TNNI2, TNNT3, TOR1A, TPM2, UNC50, VIPAS39, VPS33B, ZC4H2)

Unser Großpanelansatz ist zeit- und kosteneffizient: Wir sequenzieren stets alle 344 Gene des neuromuskulären Panels und analysieren das bestellte Genset. So können wir die Analyse schnell auf andere Gensets ausweiten. Darüber hinaus bieten wir an, alle 344 Gene des Panels für neuromuskuläre Erkrankungen auf ACMG-Varianten der Klassen 4 und 5 zu überprüfen. Zudem führen wir für jedes angeforderte Panel standardmäßig eine Kopienzahlanalyse durch – ohne zusätzliche Kosten. Wir validieren pathogene Deletionen oder Duplikationen mittels MLPA oder qPCR, bevor wir den Befund erstellen. Die höchstmögliche Qualität ist unser Standard in der Diagnostik.

Für weitere Informationen zu den Panels stehen wir Ihnen unter sales@cegat.de beratend zur Seite. Die neuen Panels können hier angefordert werden.