Tochterfirma der CeGaT erhält neuen Investor

Darmbakterien und Mikrobiom wichtiges Feld künftiger Precision Medicine

Der Gründer und Alleingesellschafter der privaten Klinik-Kette Asklepios, Dr. Bernard große Broermann, beteiligt sich mit rund 40 Prozent am Tübinger Center for Metagenomics, der CeMeT GmbH. Die CeMeT baut mit dem Tübiom-Projekt (www.tuebiom.de) eine der weltweit größten Mikrobiom-Referenzdatenbanken auf. Ziel ist es, die Rolle der Darmbakterien bei Erkrankungen wie Krebs, Alzheimer, Diabetes aber auch Vitaminmangel zu erforschen. Dr. Broermann hatte erst vor wenigen Wochen auf einer Veranstaltung der deutschen Wochenzeitung DIE ZEIT öffentlich angekündigt, dass sich die Asklepios Kliniken künftig verstärkt auf dem Zukunftsfeld der Precision Medicine engagieren wollen.

Während heutzutage die Ursachen vieler Krankheiten ungeklärt sind und Therapien auf rein statistischen Grundlagen verordnet werden, entwickelt sich international mit der Precision Medicine ein neuer Ansatz. Dabei werden für neue Therapien die Zusammenhänge zwischen der Genetik, der Umwelt und weiteren individuellen Faktoren, wie beispielsweise der Besiedlung des Darms mit unterschiedlichen Bakterien, berücksichtigt.

Die Beteiligung erfolgt im Rahmen einer Kapitalerhöhung, die mehrere Millionen Euro umfasst. Die Gründungsgesellschafter der CeMeT, die Tübinger Professoren Ingo Autenrieth, Daniel Huson und Detlef Weigel sowie die CeGaT GmbH, verbleiben im Unternehmen engagiert und halten zusammen 55,6 Prozent der Anteile.

Im Jahr 2016 investierten Unternehmen weltweit mehr als 600 Millionen Dollar in die Mikrobiom-Forschung. Die weltweite Mikrobiom-Forschung erfährt derzeit eine dramatische Beschleunigung mit der Folge, dass immer mehr Organisationen und Firmen Bedarf an Analyse und Interpretation von Mikrobiomen haben. So startete die amerikanische Regierung in diesem Jahr eine „National Microbiome Initiative“. Neben dem Tübiom-Projekt ist die CeMeT seit ihrer Gründung 2014 Partner für Universitäten und Kliniken im Bereich der Mikrobiom-Forschung. Die Analysen erfolgen auf dem aktuellen Stand der Forschung.

CeGaT erhält Akkreditierung vom College of American Pathologists (CAP)

Die CeGaT wird vom College of American Pathologists akkreditiert und erfüllt damit die höchsten Standards der klinischen Labor- und Diagnostikpraxis.

Nach der erfolgreichen Laborinspektion durch das College of American Pathologists (CAP) im März 2016 hat die CeGaT nun die CAP-Akkreditierung erhalten und komplementiert damit die bestehende Akkreditierung nach DIN EN ISO 15189. Sowohl die CAP-Akkreditierung als auch die Akkreditierung nach DIN EN ISO 15189 umfassen das gesamte diagnostische Spektrum der CeGaT, also beispielsweise auch die Next-Generation Sequencing (NGS)-basierten Untersuchungsverfahren. Damit erfüllt die CeGaT weltweit anerkannte Standards in der Diagnostik wie sie nur wenige deutsche humangenetische Labore aufweisen. Seit ihrer Gründung hat sich die CeGaT GmbH der höchsten Qualität ihrer Diagnostikdienstleistungen verpflichtet.

Offizielle Pressemitteilung der CeGaT (als PDF)

CeGaT erweitert Sequenzierkapazität um einen HiSeq 4000

Seit heute befindet sich der HiSeq 4000 im Routinebetrieb der CeGaT; der HiSeq 4000 gehört zu der neuesten Generation der Illumina Sequenziergeräte. Durch diese Erweiterung unserer Sequenzierkapazität können wir noch besser und flexibler auf Ihre Projekte eingehen. Wir setzen den HiSeq 4000 sowohl für wissenschaftliche Fragestellungen (Exom- und Genom-Sequenzierungen) wie auch für unsere Diagnostik-Panels ein.

Neben dem HiSeq 4000 stehen der CeGaT zwei HiSeq 2500, ein MiSeq sowie mehrere 96er Sanger-Sequenziergeräte zur Verfügung.

Nicht-Invasiver Pränatal-Test von Cenata verfügbar

Seit Anfang Mai 2015 führt die Cenata GmbH den nicht-invasiven HarmonyTM-Pränatal-Test in Deutschland durch. Die Cenata GmbH wurde gemeinsam von der CeGaT, dem Labor Enders und Prof. Dr. Hinrichsen gegründet. Der HarmonyTM-Test erkennt mit sehr hoher Zuverlässigkeit die häufigsten Chromosomenstörungen des ungeborenen Kindes.

Im mütterlichen Blut befindet sich bereits früh in der Schwangerschaft neben der Erbinformation der Mutter auch Erbinformation des Kindes. Diese sogenannte “zellfreie fetale DNA” (cffDNA) kann mit Hilfe des HarmonyTM-Tests auf das Vorliegen von Chromosomenstörungen des ungeborenen Kindes (z. B. Trisomie 21 – „Down-Syndrom“) untersucht werden. Dazu reicht eine einfache Blutabnahme der Mutter.

Die Vorteile des Harmony-Pränatal-Tests im Überblick:

  • Exzellente Erkennungsrate von 99,7 % für die Trisomie 21
  • Sehr niedrige Falsch-Positiv-Rate von 0,06 % für die Trisomie 21
  • Ausgezeichnete klinische Validierung, u. a. in der bislang größten klinischen NIPT-Studie an 18.955 Patientinnen
  • Günstiger Preis: 399 Euro für die Trisomien 21, 18, 13
  • Kurze Durchlaufzeit von 4-6 Werktagen
  • Keine Einschränkung durch Heparintherapie

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Cenata GmbH.

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