Panel-Update: Tumor-Diagnostik

Entsprechend neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse aktualisieren wir unser somatisches Tumor-Panel. Die Gesamtzahl der Gene beträgt nun 710 statt 649 und beinhaltet zudem eine Analyse der Mutationslast des Tumors. Außerdem können durch das Panel nun auch Leukämien und Lymphome untersucht werden.

Das aktuelle Update wurde konzipiert, um bei soliden Tumoren, Leukämien und Lymphomen eine personalisierte Therapieentscheidung im Rahmen eines interdisziplinären Tumor-Boards zu ermöglichen. Wir haben das Panel um Gene erweitert, die nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen mit der Entstehung, dem Wachstum, der Prognose, der Therapie(-resistenz) von Tumoren und der Verstoffwechselung von Medikamenten in Verbindung gebracht werden. Die Untersuchung ausgewählter Translokationen findet nun in 29 Genen statt.

Parallel zu den therapierelevanten Genänderungen erweitern wir die Befunde, indem wir ab sofort auch die Mutationslast des Tumors angeben. Es gibt zunehmend Daten, die darauf hindeuten, dass Tumore, die aufgrund einer sehr hohen Mutationslast Neo-Antigene auf der Tumoroberfläche aufweisen, möglicherweise besonders gut auf immuntherapeutische Ansätze ansprechen, wie beispielsweise Checkpoint-Inhibitoren.

Im Rahmen einer genetischen Beratung und Aufklärung ist auch die Durchführung der Tumor-Diagnostik an einer „Liquid Biopsy“ (Flüssigbiopsie aus dem Blut) möglich. Bitte vereinbaren Sie hierzu einen persönlichen Besprechungstermin.

Zeitgleich haben wir unser Panel zur Diagnostik von erblich bedingten Tumorerkrankungen aktualisiert und um 14 Gene auf insgesamt 124 erweitert. Neu hinzugekommen sind Gene, die in Zusammenhang mit einem erhöhten Tumorrisiko bei Magenkarzinom, Cowden-Syndrom, sowie Tumoren des Zentralnervensystems in Verbindung gebracht werden. Bestehende Indikationen wurden um neue beschriebene Gene erweitert.

Somatisches Tumor-Panel

Gezielte BRCA1/2-Diagnostik vor Olaparib-Therapie

Mit der Einführung der selektiven BRCA1/2 Diagnostik an Tumormaterial reagiert die CeGaT auf die aktuellen Therapiemöglichkeiten bei Ovarialkarzinomen und erweitert das Angebot ihrer Tumor-Diagnostik.

Olaparib (LynparzaTM) ist ein vielversprechendes Medikament, welches 2015 von der europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) für die Behandlung von rezidivierten, platin-sensitiven, hochgradig-serösen Ovarialkarzinomen zugelassen wurde. Der Nachweis einer Mutation in den Genen BRCA1 und BRCA2 ist eine Voraussetzung für die Therapie mit Olaparib.
Die beiden Gene sind schon lange in unserem „Tumor-Panel – somatisch“ enthalten. Aufgrund der Bedeutung für die Therapie mit Olaparib bietet die CeGaT nun auch eine Diagnostik selektiv für die Gene BRCA1 und BRCA2 an. So kann der Nachweis einer Mutation in diesen Genen gezielt und schnellstmöglich durchgeführt werden. Für die kritische Therapieentscheidung geht keine Zeit verloren.

Weitere Informationen zu dieser BRCA1/2 Diagnostik und verschiedenen Untersuchungsoptionen finden Sie auf der Seite Ovarialkarzinom.

OnkoHELP: Zugang zur Tumor-Diagnostik auf Unternehmensebene

Jeder Tumor eines Patienten ist einzigartig – und zwar aufgrund seiner genetischen Veränderungen. Die Therapie eines Patienten sollte auf dessen individuellen Tumor zugeschnitten sein. Vor der Therapie sollte also in einem ersten Schritt eine molekulargenetische Diagnostik des Tumors erfolgen.

Diese sogenannte somatische Tumor-Diagnostik ist bisher leider keine Standardleistung der medizinischen Versorgung in Deutschland. Daher haben wir das Programm OnkoHELP ins Leben gerufen, mit dem wir Unternehmen und ihren Mitarbeitern die Möglichkeit geben wollen, die bestmögliche Tumor-Diagnostik in das betriebliche Gesundheitssystem zu integrieren. Wird bei einem Mitarbeiter Krebs diagnostiziert, kann die genetische Tumor-Diagnostik über den Betriebsarzt oder den behandelnden Onkologen veranlasst werden. Durch die Integration unseres Befunds in die Therapieentscheidung können die für den einzelnen Mitarbeiter vielversprechendsten Medikamente identifiziert werden. Unnötige Nebenwirkungen können reduziert und der Therapieerfolg gesteigert werden. Selbstverständlich unterliegen alle Untersuchungsergebnisse vollumfänglich der ärztlichen Schweigepflicht und sind für den Arbeitgeber nicht zugänglich.

Natürlich bietet auch CeGaT ihren Mitarbeitern die somatische Tumor-Diagnostik im Rahmen des OnkoHELP Programms an. Außerdem wurde das OnkoHELP Programm bereits in das betriebliche Gesundheitssystem weiterer, großer Industriefirmen integriert, die somit Vorreiter in der gesundheitlichen Versorgung ihrer Mitarbeiter sind.

Sollten Sie weitere Fragen oder Interesse an OnkoHELP haben, kontaktieren Sie uns jederzeit gern unter info@cegat.de oder 07071 565 44 55.

Weitere Information finden sie auch auf der OnkoHELP-Webseite www.onkohelp.eu.

Umfassendes Update des somatischen Tumor-Panels

Die Forschung auf dem Gebiet der Tumorgenomik ist in der letzten Zeit stark voran gekommen. Um die neuesten Ergebnisse in unsere Tumor-Diagnostik einfließen zu lassen, wurde das somatische Tumor-Panel komplett überarbeitet und von 551 auf 649 Gene erweitert.

Außerdem ist es mit dem aktualisierten somatischen Tumor-Panel möglich, ausgewählte Translokationen in 28 Genen zu detektieren. Diese Translokationen spielen in vielen Krebsarten eine wichtige Rolle, wie z.B. ALK– und ROS1-Fusionen bei Lungenkrebs, die eine sehr gezielte Behandlung ermöglichen.

Alle Gene und weitere Informationen finden Sie auf der Seite des somatischen Tumor-Panels.

Tumor-Diagnostik der CeGaT mit dem INDUSTRIEPREIS 2015 ausgezeichnet

Die CeGaT GmbH gewinnt aufgrund ihres innovativen und neuen Ansatzes in der Tumor-Diagnostik den INDUSTRIEPREIS 2015 in der Kategorie „Biotechnologie“.

Insgesamt 14 Kategorien standen Unternehmen für ihre Bewerbung zur Verfügung. Aus diesen wurden jetzt die Sieger der jeweiligen Kategorien gekürt, zu denen in der Kategorie „Biotechnologie“ die CeGaT mit ihrem somatischen Tumor-Panel gehört. Prämiert wurde die CeGaT mit einem Siegerpokal und Zertifikat. Die unabhängige Jury des Industriepreises 2015 bestand aus Experten, Professoren, Wissenschaftlern, Branchenvertretern und Fachjournalisten. Sie bewerteten die eingereichten Produkte und Lösungen nach einem festgelegten Kriterien-Katalog, wie dem Innovationsgehalt (Neuheit, Produktreife und Zukunftsorientierung), dem Nutzen (erkennbarer Nutzen, Auswirkung auf Profitabilität, Effizienzsteigerung) und der Mittelstandseignung (Relevanz für KMU, Praktikabilität, Implementierung). „Mit dem Erhalt des Industriepreises 2015 für die von uns etablierte Tumor-Diagnostik in der Patientenversorgung werden wir in unserer Arbeit bestätigt und es zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Geschäftsführerin Dr. Dr. Saskia Biskup erfreut über die Auszeichnung.

Durch das somatische Tumor-Panel der CeGaT ist es möglich, einen umfassenden genetischen Fingerabdruck eines Tumors zu erstellen. Hierzu werden – sowohl im Tumor als auch im Normalgewebe des Patienten – über 600 krebsrelevante Gene gleichzeitig mittels modernster Hochdurchsatz-Sequenziertechnologie (Next-Generation Sequencing) entschlüsselt. Die Analyse der Sequenzdaten gibt darüber Auskunft, was den Tumor eines Patienten von seinem gesunden Gewebe unterscheidet. Dies ist ein wesentlicher Schritt in Richtung personalisierter Medizin. Die genetischen Veränderungen, die ein Tumor in sich trägt, haben in der großen Mehrzahl der Fälle (ca. 80 %) eine therapierelevante Konsequenz. Der behandelnde Onkologe wird dadurch bei der Auswahl einer optimalen Therapie für den Patienten unterstützt. Zudem enthält der von der CeGaT erstellte Befund nicht nur Informationen über zugelassene Medikamente sondern auch über laufende klinische Studien. So werden nicht nur die Ansprechraten des Medikamentes verbessert und die Nebenwirkungen reduziert – gleichzeitig wird auch das Gesundheitswesen durch den Wegfall der Kosten von nicht wirksamen Therapie-Ansätzen entlastet.

Offizielle Pressemitteilung der CeGaT (als PDF)
Seite des somatischen Tumor-Panels

Webseite Industriepreis 2015
Siegerliste